info3-magazin.de: «Ideengeber hinter der AfD – DIE WUT-DENKER»

info3-magazin.de vom 18.04.2016

Von der schleichenden Umdeutung der Begriffe und dem Einzug des Chauvinismus in den Intellekt. Ein Plädoyer gegen die Verrohung des Denkens von rechts.

Von Jens Heisterkamp

Marc Jongen dazu: Das anthroposophische Magazin Info3 schreibt hier über die intellektuelle Rechte und die AfD im ideologischen Stil der Mainstream Presse. Der Autor, Jens Heisterkamp, meint, wir hätten „ein Problem mit Menschen, die sich nicht durch Geschlechterstereotype einordnen lassen wollen“. Ganz und gar nicht, wir haben ein Problem mit der staatlich geförderten Ideologie, die diese Abweichungen zum applauspflichtigen Leitbild erklärt. Das ist ein entscheidender Unterschied. Ihn völlig verkennend, belehrt uns Herr Heisterkamp sodann im lupenreinen Gender-Jargon, dass „das Durchschauen überkommener Rollenmuster – bei Frauen wie Männern – zu neuen Freiheiten führen kann“. Dass diese „Freiheiten“ von staatlich besoldeten Gender-Beauftragten einstweilen leider noch erzwungen werden müssen, findet er sicher in Ordnung, lässt es aber ungenannt. Meine Lieblingsformulierung in dem Text ist die (vom Autor gepriesene) „Infragestellung mutmaßlich naturgegebener Aufgabenstellungen wie etwa der Mutterschaft“… Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – um den widerwärtigen Geschmack dieses ideologischen Gebräus ganz auszukosten. Anthroposophiebegründer Rudolf Steiner würde sich im Grabe umdrehen – besser gesagt: er wird in der Astralwelt rotieren -, das hat er definitiv nicht verdient…

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nybooks.com: «Behind the New German Right»

nybooks.com vom 14.04.2016

„Throughout its postwar history, Germany somehow managed to resist the temptations of right-wing populism. Not any longer. On March 13, the “Alternative for Germany” (AfD)—a party that has said it may be necessary to shoot at migrants trying to enter the country illegally and that has mooted the idea of banning mosques—scored double-digit results in elections in three German states; in one, Saxony-Anhalt, the party took almost a quarter of the vote. For some observers, the success of the AfD is just evidence of Germany’s further “normalization”: other major countries, such as France, have long had parties that oppose European integration and condemn the existing political establishment for failing properly to represent the people—why should Germany be an exception?“

Von Jan-Werner Müller

Marc Jonge dazu: Gut informierter Bericht (aus der Mainstream-Perspektive) über die AfD und ihre intellektuellen Hintergründe in THE NEW YORK REVIEW OF BOOKS:
Three-quarters of Germans now expect the AfD to enter parliament in the national elections in 2017. And even if the party doesn’t reach the required threshold, it, and its intellectual supporters, will have brought about the most dramatic change in mainstream German political discourse since the country’s unification in 1990.

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nytid.no: «Lidenskapen for det reelle»

nytid.no vom 14.04.2016

En skattefinansiert stat og massekomfort basert på fossil energi er det 20. århundrets fremste kjennetegn, ifølge Tysklands store essayist Peter Sloterdijk.

Sloterdijks nye essaysamling med den pretensiøse tittelen Hva skjedde i det 20. århundret? leverer gode smaksprøver på hva filosofen har skrevet fra 2005 til i dag. Dermed gir den en vesentlig oppdatering i forhold til Masseforakt (2005), som foreløpig er den eneste boken av Sloterdijk på norsk.

By Eivind Tjønneland Weiterlesen →

nzz.ch: «Die männliche Alternative»

nzz.ch vom 08.04.2016

Zurück zur Tradition – das Programm der AfD

Sie hat klare Feindbilder und sucht deutsche Identität in einer Leitkultur, deren Realität immer dünner wird. Das macht die Alternative für Deutschland (AfD) ideologisch attraktiv.

von Joachim Güntner

Marc Jongen dazu: Als „die männliche Alternative“ sieht dieser Beitrag aus der Schweiz die AfD, u.a. (ganz am Schluss) unter Berufung auf Aussagen von mir. Daran ist immerhin richtig erkannt, dass unser Wille zur Veränderung tiefer wurzelt als im rein Tagespolitischen.

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faz.net: «Sprache von Pegida und AfD – Das Wörterbuch der Neuesten Rechten»

faz.net vom 06.04.2016

Es ist etwas in Bewegung geraten in der deutschen Diskurslandschaft. Begriffe laden sich neu auf, Bedeutungen verschieben sich, aus harmlosen Wörtern werden Kampfbegriffe. Das Bedürfnis nach klaren Abgrenzungen führt zu verstärkten Einsätzen in der semantischen Kampfzone. Wenn Publizisten und Politiker im rechten Milieu und an dessen Rändern Begriffe umcodieren, ist das kein akademisches Sprachspiel. Es geht dabei um Deutungshoheit. „Die Begriffe, die man sich von etwas macht, sind sehr wichtig“, heißt es bei Brecht, „sie sind die Griffe, mit denen man die Dinge bewegen kann.“ Wir haben daher ein paar zentrale Begriffe gesammelt, Einige haben klaren Signalcharakter, manche wirken unverfänglich, andere wieder schillern vieldeutig. Nicht jeder, der einen dieser Begriffe verwendet, ist automatisch „rechts“. Es ist sehr viel komplizierter. Und genau das sorgt für Verwirrung. Ein Klärungsversuch.

Marc Jongen dazu: Die FAZ über neue „Kampfbegriffe“ von Pegida und AfD… Wie wäre es denn damit, dieser neuen „Vielfalt“ in der politschen Sprache gegenüber „Toleranz“ walten zu lassen?

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theeuropean.de: «Ein neuer politischer Manichäismus greift um sich»

theeuropean.de vom 31.03.2016

Ein neues Freund-Feind-Denken macht sich breit. Das philosophische Fundament dafür zum Beispiel schafft die Wut-Philosophie des AfD-Philosophen Marc Jongen. Aber selbst wenn Empörung angemessen ist, mit Wut muss das noch lange nichts zu tun haben

Von Nils Heisterhagen

Marc Jongen dazu: Eros statt Thymos? Nun ja…

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