3sat.de: «Kulturkampf von rechts – Ist die Freiheit der Kunst in Gefahr?»

3sat.de vom 27.07.2019

„Wir befinden uns zweifellos in einem Kulturkampf“ sagt der kulturpolitische Sprecher der AfD im Bundestag, Marc Jongen, und bestätigt damit, was viele Kulturschaffende in Deutschland befürchten: Die Kultur gerät immer mehr unter politischen Druck.

Von 3sat

Marc Jongen dazu: KULTURKAMPF VON RECHTS – VIDEO der 3sat-Reportage mit Interview von mir zur Kulturpolitik der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag jetzt online. Tendenziös, wie nicht anders zu erwarten, aber immerhin mit einigem Raum für unsere Position: https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/kulturkampf-von-rechts-100.html

Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Heute vor 75 Jahren, am 20. Juli 1944, versuchten Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine tapferen Mitstreiter mit einem Attentat auf Adolf Hitler das NS-Regime zu beseitigen und den Zweiten Weltkrieg zu beenden. 
Der Umsturz scheiterte tragisch, Hitler überlebte, Stauffenberg wurde erschossen, der Überlieferung nach „Es lebe das heilige Deutschland!“ auf den Lippen. Viele seiner Unterstützer wurden verfolgt und ermordet.
Nicht nur am heutigen 20. Juli 2019 sollten wir der mutigen Patrioten vom 20. Juli 1944 gedenken, die unter dem Einsatz ihres Lebens die Ehre unserer Nation zu retten versuchten. 
Die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag wird nach den sitzungsfreien Sommerwochen einen unter meiner Federführung entstandenen Antrag einbringen, einen würdigen Gedankenort am Flugplatz Rangsdorf einzurichten, wo Graf von Stauffenberg vor 75 Jahren zu seinem Attentat gestartet ist. 
Es ist wichtig, insbesondere der Jugend diese eminenten Vertreter eines „besseren Deutschland“ vor Augen zu führen und ihr zu zeigen, wie Gewissen, Mut und echte Vaterlandsliebe auch in finstersten Zeiten hell leuchteten und weiterhin Vorbild sind im Kampf gegen alle Formen von Diktatur und totalitärer Unterdrückung.

+++ Offener Brief an Björn Höcke +++

Lieber Björn,

Du weißt, ich habe Dich immer geschätzt und gegen diejenigen verteidigt, die Dich absurderweise aus der Partei werfen wollten. In der Enquete Kommission im Thüringer Landtag haben wir gemeinsam der vereinigten Linksfront die Stirn geboten. Und auch jetzt anerkenne ich Deine großen Verdienste um die AfD. Umso mehr veranlasst mich Deine Verlautbarung unten, ein offenes Wort an Dich zu richten.

Ich will annehmen, dass Dein Aufruf zu Einigkeit und Geschlossenheit ehrlich und aufrichtig gemeint ist. Dann lass Dir aber bitte von jemandem, der sich stets genau dafür eingesetzt hat, sagen: Einigkeit und Geschlossenheit erreicht man nicht, indem man kritische Parteifreunde permanent als „Karrieristen“ diffamiert und ihnen üble Absichten unterstellt. Damit sät man im Gegenteil Zwietracht und wirkt trotz gegenteiliger Bekenntnisse spalterisch. Entsprechend sieht es in vielen westlichen Landesverbänden inzwischen aus: Flügel gegen Nicht-Flügel, „Ganze“ gegen „Halbe“ – ein beklagenswerter, unhaltbarer Zustand, an dessen Überwindung wir gemeinsam arbeiten müssen!

Leider habe ich in den letzten Monaten den Eindruck gewonnen, Du stellst Dir die Einigung so vor, dass die ganze AfD Dir so huldigt, wie es beim Kyffhäusertreffen der Flügel tut. Das wäre sicher ein möglicher Weg, aber es wäre keiner, der der Vielfalt unserer Bundesländer und unserer (potentiellen) Wählerschaft gerecht wird. Der „Thüringer Weg“ ist für Thüringen und Mitteldeutschland der richtige, in Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen sind andere Wege, eine andere Wortwahl und ein anderes Auftreten weit erfolgversprechender. Es wäre politisch höchst unklug, die nach wie vor großen regionalen Unterschiede in Deutschland auszublenden und einen dezidiert östlichen Weg allen Landesverbänden aufoktroyieren zu wollen.

Ich habe deshalb am gestrigen Abend eine Resolution mitgezeichnet, die diese Sorgen auf ihre Art artikuliert und einen kritischen Appell an Dich richtet. Mit Missgunst oder Neid, wie Deine Verlautbarung suggeriert, hat das nicht das Geringste zu tun. Sei für meine Person versichert, dass ich mir nichts mehr wünsche, als dass wir in Thüringen, Sachsen und Brandenburg stärkste politische Kraft werden – am besten so stark, dass wir ohne große Kompromisse den oder die Ministerpräsidenten stellen können. Ich helfe Euch im Wahlkampf, wo ich gerufen werde!

Werden wir aber so stark, dann wird das – erfreulicherweise – viele „Karrieren“ zur Folge haben. Daran ist nichts Schlechtes, solange niemand der Betroffenen sein eigenes Fortkommen über das der Partei oder gar des Landes stellt. Ich unterstelle das niemandem von Euch, bitte aber umgekehrt auch Dich, die vergiftete Rede von den „Karrieristen“ in anderen Landesverbänden einzustellen.

Lieber Björn, ich meine mich zu erinnern, wie wir uns einmal im persönlichen Gespräch darüber verständigt haben, wie perfide die allgemeinen Diffamierungsmechanismen unserer patriotischen Bewegung ins Innere der Partei hineinwirken und wieviel Intelligenz und Standhaftigkeit nötig sind, sie abzuwehren. Wer dieses Spiel durchschaut hat und an leitender Stelle aktiv ist, trägt eine besondere Verantwortung für die Partei. Lass uns dieser gemeinsam gerecht werden und Einigkeit im Dialog suchen. Der Kampf gelte allein dem politischen Gegner!

Mit besten Grüßen und Wünschen
Marc Jongen

„KOMMUNISMUS IST EIN GEFÄNGNIS“

Auf Delegationsreise mit dem KULTURAUSSCHUSS des Bundestages in Estland. Besuch einer Festung in Talinn, die von dem kommunistischen Verbrecherregime der Sowjets als Gefängnis genutzt worden ist. Unschuldige Menschen wurden hier wegen ihrer falschen politischen Meinung oder auch nur wegen ihrer Zugehörigkeit zur falschen Gesellschaftsschicht oder Volksgruppe inhaftiert, gefoltert und zu Tode gebracht. Der Ort ist ein Mahnmal gegen die sozialistische Zwangsherrschaft und zugleich eine Warnung vor gegenwärtig wieder aufflackernden Sympathien für kommunistische Ideen von der Linkspartei (die interessanterweise auf der Reise nicht vertreten ist) bis hin zur Grünen Jugend und zu den Jusos. Auch Stalin und Pol Pot haben einmal klein angefangen, das totalitäre Element ist dem Sozialismus zutiefst eingeschrieben, daher: Wehret den Anfängen!

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