swr.de: «Sascha Lobo als Tübinger Mediendozent – „Holt euch die Sozialen Medien zurück“»

swr.de vom 08.06.2016

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Meinung am 11.3.2016 von Lukas Hammerstein

„Was macht das Internet mit unserer Gesellschaft? Welche Folgen haben Soziale Medien? Um diese Fragen drehte sich alles bei der Mediendozentur an der Uni Tübingen. Der SWR und das Institut für Medienwissenschaften hatten dazu Sascha Lobo eingeladen. Seines Zeichens Publizist, Interneterklärer, Digitaldolmetscher und bekannt für seine auffällige Frisur: ein rot gefärbter Hahnenkamm. Ein ungewohntes Bild also im alten Festsaal der Uni am Abend des 7. Juni 2016 und ungewohnte Töne. Denn Lobo erklärte mehr als nur „das Internet“ – er erklärte auch, warum wir uns alle dort äußern sollten.“
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zeit.de: «AfD: Wem gehört das Konservative?»

zeit.de vom 04.06.2016

Die liberale Rechte kann aufatmen: Mit Alexander Gaulands Entgleisung hat die AfD das bürgerliche Terrain endgültig geräumt.

Von Ijoma Mangold

Marc Jongen dazu: Einen voreiligen Schluss zieht Ijoma Mangold in der ZEIT aus der Affäre um Gaulands angebliche Boateng-Beleidigung. Die AfD habe nun ihre „völkische Fremdenfeindlichkeit“ offenbart, und kein „liberalkonservativer Skeptiker und Dandy“ im Lande müsse mehr den „deprimierenden“ Verdacht hegen, die AfD sei die Partei, die in Wahrheit seine Ansichten und Interessen vertritt. Aus dem dringenden Bedürfnis heraus, dieses deprimierende Gefühl, das ihn vielleicht selbst schon beschlichen hat, schleunigst wieder loszuwerden, greift Herr Mangold jetzt sichtlich erleichtert zur „Nazi-Keule“ – deren Problematik er einige Sätze zuvor noch selbst beschrieben und eingesehen hat. Der Preis für solches Vorgehen ist der Verlust journalistischer Glaubwürdigkeit und journalistischen Anstands, denn der Vergleich von Gaulands Äußerungen mit den Nürnberger Rassegesetzen lässt sich nur anstellen durch selektives und sogar bewusst falsches Zitieren, also durch Methoden der „Lügenpresse“. Deren Funktionsweise kann man – auf „hohem Niveau“ zwar, aber gleichwohl exemplarisch – beobachten am Umgang Mangolds mit dem Interview, das er eine Woche zuvor mit mir geführt hatte. Aus meiner Antwort auf die Frage nach der Identität eines Volkes zitiert er jetzt nur noch den Satz: „Der Pass alleine macht noch keinen Deutschen.“ Da haben wir ihn also, den bösen Nazi! Das Problem ist nur, dass der zitierte Satz lediglich eine Präzisierung eines anderen, weit wichtigeren war, der folgendermaßen lautete: „Die Identität eines Volkes ist eine Mischung aus Herkunft, aus Kultur und aus rechtlichen Rahmenbedingungen.“ Zudem hatte ich ausgeführt, dass Fremde – selbstverständlich – immer auch Deutsche werden konnten und können, wenn sie sich integrieren und Sprache und Kultur annehmen. Eine noch schlimmere Verdrehung enthält Herrn Mangolds Behauptung, ich hätte „die nur rechtliche Fassung des Staatsbürgerbegriffs“ eine „abstrakte Konstruktion“ genannt und damit die Rechtssicherheit deutscher Staatsbürger ausländischer Herkunft in Frage stellen wollen. In Wahrheit habe ich vom „Staatsbürgerschaftsbegriff“ gar nicht gesprochen, sondern es (sinngemäß) eine abstrakte Konstruktion von IDENTITÄT genannt, wenn man diese auf die Staatsbürgerschaft, d.h. auf den rechtlichen Aspekt ALLEINE, gründen wolle. Die AfD verteidigt die rechtsstaatlichen Prinzipien unbedingt – gerade deshalb setzt sie sich so vehement dafür ein, dass mit der Staatsbürgerschaft nicht leichtfertig umgegangen und sie erst zum ABSCHLUSS einer erfolgreichen Integration verliehen wird. Ist sie nämlich erst einmal verliehen, dann kann dies nicht mehr rückgängig gemacht werden, auch wenn der Neubürger sich als ihrer unwürdig erweist. Das alles sind Positionen, die die AfD mit den „liberal-konservativen Skeptikern“ und Kritikern der Merkelschen wie der rot-grünen Politik in diesem Land weiterhin teilen wird – Herrn Mangolds „erleichtertem Aufatmen“ zum Trotz.

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taz.de: «Kolumne Mittelalter: „Man macht sich zum Knecht“»

taz.de vom 02.06.2016

Über das deutsche Volk und seine Feinde: Ein fast fiktives „Zeit“-Gespräch mit Marc Jongen, dem philosophischen Kopf der AfD.

Von Ambros Waibel

Foto: Imago/Gerhard Leber Foto: Imago/Gerhard Leber[/caption]

Marc Jongen dazu: Auf die taz scheine ich eine gewisse Fazination auszuüben. Als eine Art Reichspropagandaminister in spe „porträtiert“ sie mich in diesem fiktiven Interview (mit realen Zitaten aus der „Zeit“). Man könnte glatt lachen, wenn’s nicht zugleich so traurig wäre. Die sich hartnäckig haltende Fehlleistung „neurotischer Humanismus“ – anstatt richtig: „Humanitarismus“ – ist der Schlüssel zum Verständis all dieser wüsten Projektionen. Diese Leute glauben tatsächlich, wir greifen den Humanismus an, und sehen sich als dessen Verteidiger. Sie erkennen nicht, dass die Politik, die sie propagieren, von der humaistischen Tradition in Europa am Ende nichts mehr übrig lassen wird.

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