taz.de: «Wie Rechtspopulisten polarisieren – Der Krieg der Worte»

taz.de vom 02.02.2016

Das Personal der AfD vertut sich nicht versehentlich in Inhalt und Ton: Wenn Frauke Petry von Schusswaffen an der Grenze und Björn Höcke von Staatskrise spricht, dann soll das den Zorn jener schüren, die ihr Unbehagen nicht selbst formulieren können. Das wird funktionieren, so lange „Wir schaffen das“ ein Mantra ist – und kein Ziel, das mit allen Beteiligten diskutiert wird.

Von Cornelte Barthelme

Marc Jongen dazu: DER KRIEG DER WORTE sei in Deutschland ausgebrochen, konstatiert dieser Artikel. Das ist richtig, aber warum ist das so? Weil die Regierenden Zustände geschaffen haben, die nur noch die allerschärfste Verurteilung verdienen. Die Strategie der machthabenden Eliten besteht augenscheinlich darin, die Kritiker ihrer Politik zu diffamieren, ja ihnen perfiderweise die Verantwortung für die sich vertiefende Krise in die Schuhe zu schieben. Muss man sich dann wundern, wenn Wut und Hass auf Seiten des so behandelten „Packs“ steigen? Man versuche es doch einmal mit ehrlichem Dialog und man wird erleben, dass dann auch allmählich das Vertrauen der Menschen in Politik und Presse zurückkehren wird. Man kann es nicht oft genug wiederholen: Die AfD will die Demokratie wiederbeleben, den Rechtsstaat verteidigen! Wer anderes behauptet, unterliegt entweder einem tragischen Missverständnis oder betreibt üble Hetze.

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