spiegel.de: «Kulturpolitik der AfD „Wir wollen die Stimmung im Land drehen“»

spiegel.de vom 16.01.2018

„Die AfD hat Chancen, den Vorsitz im Kulturausschuss des Bundestags zu übernehmen. Als Kandidat bringt sich Marc Jongen in Stellung. Er kündigt einschneidende Änderungen an.“

Von ama

Marc Jonge dazu: Zur möglichen Leitung des Kulturausschusses durch die AfD: „Unser Ziel ist es, die Förderkriterien grundlegend zu untersuchen und die bisherige Förderung politisch korrekter Projekte herunterzufahren“ – heute auch im gedruckten SPIEGEL

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spiegel.de: «Seid Ihr Linke oder Mäuse?»

spiegel.de vom 13.03.2017

„Man kann auch intellektuell verfetten: Keine Ideen, keine Schlagfertigkeit – das Einzige, was dem kulturellen Establishment gegen die Provokationen von rechts einfällt, ist der Boykott.“

Von Jan Fleischhauer

Marc Jongen dazu: Jetzt auch noch Jan Fleischhauer auf SPIEGEL ONLINE mit einem KOMMENTAR zum abgesagen Podium in Zürich. Immerhin mit einer treffenden Diagnose: „Das ist also der Stand linker Kulturkritik im Frühjahr 2017: keine Idee, keine Begriffe, die man dem politischen Gegner entgegenhalten kann. Stattdessen der Rückzug ins Mauseloch. Gerade die Kultur hat sich immer viel darauf eingebildet, unbequem und widerständig zu sein, wie es im Jargon des Kulturbetriebs heißt, ein Ort, an dem Außenseiter die Stimme erheben und dem Justemilieu ordentlich eingeheizt wird. Nun reicht der Auftritt eines Publizisten vom rechten Rand, und den Beteiligten schlottern vor Angst so sehr die Hosen, dass sie lieber die Diskussion verweigern, als gegen den Herausforderer anzutreten.“
Da hilft es auch nicht, dass sich die Linke nachträglich auf die Brust trommelt, nachdem sie erstmal gekneift hat: tagesanzeiger.ch
Es ist von einer abgründigen Ironie: Die Alt-68er und ihre Erben sind zu tragenden (wenn auch morschen) Säulen des „Systems“ geworden. Diese Revolution hat sich definitiv zutode gesiegt. Zeit für Neues! spiegel.de

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spiegel.de: «Der Kritiker: Durch den Schlamm des Hasses»

spiegel.de vom 09.06.2016

„Kaum sagt jemand von der AfD etwas Idiotisches, wird er in die Talkshow eingeladen. Das ist reine Diskursromantik. Unsinn bleibt Unsinn, der muss nicht noch mal öffentlich wiederholt werden.“

Von Georg Diez

Marc Jongen dazu: DURCH DEN SCHLAMM DES HASSES arbeitet sich Georg Diez, Kolumnist auf SPIEGEL ONLINE, zu einer bemerkenswerten politischen Kampfansage an die AfD inkl. Gewaltandrohung durch. Diez, der seit Jahren wöchtentlich vorführt, dass man sehr gut zugleich Schnösel und Hypermoralist sein kann – „Systemschnösel“ sozusagen -, erklärt zunächst (schön selbstwidersprüchlich) jede Beschäftigung mit der AfD für reine Zeitverschwendung, denn was sie vorbringe, sei „Unsinn“. Mit der AfD überhaupt zu sprechen, sei „magische Diskursromantik“ und lähme die Auseinandersetzung mit ihr. Welche Form der „Auseinandersetzung“ sich Diez stattdessen vorstellt, steht ein paar Zeilen weiter unten, wo er eine Aktion der Antifa implizit gutheißt, die eine Diskussionsveranstaltung mit Konrad Adam an einem Theater gesprengt hatte. Unverhohlen stellt sich unser Systemschnösel nicht etwa auf die Seite des Theaterleiters, der den Dialog mit der AfD suchte, sondern auf die Seite der linksfaschistischen „Diskursverweigerer“. Was ist das anderes als ein mehr oder weniger offener Gewaltaufruf gegen die AfD? Völlig klar ist für Diez auch, dass DIE ZEIT das vor kurzem erschienene Interview mit mir („kruder Kopf des ständestaatlichen Rollbacks“) nie hätte führen dürfen. Die Zeit-Redakteure hätten naiverweise nicht verstanden, dass sie nur scheinbar dieselben Begriffe verwenden wie ich, in Wahrheit liege ein Abgrund zwischen ihrer und meiner Diskurswelt (die sich Oberchecker Diez als „Anti-BRD-Revanchismus“ vorstellt.)
Betrachten wir Diez als exemplarischen Bauchredner des „Systems“, dann ist seine Kolumne Indiz für einen sich anbahnenden, nicht ungefährlichen Aggregatwechsel desselben. Es stellt womöglich um von Habermasschem Diskursdenken auf Schmittsches Freund-Feind-Denken, anders gesagt: es lässt die Maske der Toleranz fallen und kehrt offen die Repression heraus, die schon zuvor dahinter wirksam war. Genau so – mit Referenz auf Jürgen Habermas und Carl Schmitt – hat es Diez auch formuliert, nicht ohne vorher den „westlichen Siegermächten“ für das Denken der BRD danken, das wir von ihnen „übernommen“ (!) haben, und sich damit als später Musterschüler der Reeducation zu erkennen zu geben. Was er nicht sieht, ist der fundamentale Selbstwiderspruch, in den er sich verstrickt – und an dem das „System“ in der Tat zugrunde gehen wird, sollte er sich verfestigen: Wenn die angeblichen Diskursverteidiger zugleich zu Diskursverweigern werden, wenn „Toleranz“ in Unterdrückung umschlägt und dem politischen Gegner die Teilhabe an Vernunft a priori abgesprochen wird, er also zum „Feind“ mutiert, was bleibt dann noch von der schönen freien, aufgeklärten und toleranten Welt, die man angeblich verteidigen wollte? Hat man dann nicht dem eigenen Wahnbild des Feindes sich mimetisch angeglichen und ist genau zu dem Totengräber der demokratischen Kultur geworden, als den man den Gegner in penetranter Selbstgerechtigkeit an die Wand malte?

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