Testament der Angst

taz.de vom 25.10.2015

Die Südwest-AfD verabschiedet ihr Wahlprogramm und wirbt um verängstigte Bürger. Sie wettert gegen „Asylchaos“ und ist für Grenzzäune.

HORB taz | Der irritierende Auftritt von Björn Höcke bei Günther Jauch wirkt nach. Bis ins schwäbische Horb, wo sich die AfD Baden-Württemberg am Wochenende zu ihrem Wahlparteitag versammelt hat.

Jörg Meuthen, Landesvorsitzender und Stellvertreter von Frauke Petry in der Bundespartei, wirbt in seiner Rede deshalb für „Maß und Mitte“. „In diesem Saal gibt es keine Ausländerfeindlichkeit“, sagte er mit Anspielung auf den Thüringer Landesvorsitzenden. Die Distanzierung zu Höcke relativierte er jedoch umgehend. Die „Inhalte des gesprochenen Worts seien meist nicht falsch“. Das spiegelt die Stimmung in der Horber Hohenberghalle schon besser wider.

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