schweizermonat.ch: «Der Schutz der Freiheit»

schweizermonat.ch vom 01.03.2019

„Wer die Praxis der Meinungsfreiheit philosophisch ausleuchten will, muss die Komfortzone verlassen. Tut man das, indem man (auch) rechtskonservative Gastredner in ein universitäres Seminar zum Thema einlädt, kriegt man in Deutschland keinen Applaus, sondern Morddrohungen.“

Von Dieter Schönecker

Marc Jongen dazu: Prof. Dieter Schönecker, der mich und Thilo Sarrazin gegen viele Widerstände in sein Seminar über Meinungsfreiheit an die Uni Siegen eingeladen hatte, gibt hier – nicht zufällig im Schweizer Monat – einen Rückblick auf die Ereignisse und kommentiert sie aus seiner philosophischen Sicht. Er kommt zu dem Fazit:
„Wer systematisch versucht, die Wissenschaftsfreiheit eines Kollegen einzuschränken, indem man etwa den Rektor dazu auffordert, Jongen und Sarrazin auszuladen, der verdient es, «Feind der Freiheit» genannt zu werden – selbst dann, wenn die von ihm monierten Denker ebenfalls «Feinde der Freiheit» sind. Die Freunde der Freiheit müssen sich wehren. Denn wer sich zum Wurm macht, bemerkt Kant sehr treffend, kann nachher nicht klagen, dass er mit Füssen getreten wird.“
Prof. Schönecker hat sich nicht zum Wurm machen lassen und dafür gebührt ihm in diesen Zeiten hoher Respekt. Hinzuzufügen ist nur noch: Weder Thilo Sarrazin noch ich sind selbstverständlich „Feinde der Freiheit“, wir kämpfen vielmehr für selbige – wie Dieter Schönecker natürlich auch weiß.

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